Der erste EDI-Botschafter


Wer an Gedenktage denkt, hat zunächst Namenstag oder historische Ereignisse im Hinterkopf. Sinn eines solchen Jahrestages ist nicht nur die Vorfreude darauf, sondern die Bedeutung für einen selbst und den Lauf der Welt. Übrigens kann jeder einen solchen Gedenktag anders begehen, feiern und würdigen.

Für den Welt-EDI-Tag spricht seine internationale Bedeutung, einige Abläufe sind ohne seine normierenden Vorgaben gänzlich undenkbar: Warenbegleitende Geschäftsbelege, dokumentierende Zoll-, Speditions- und Banken-Nachrichten sind ohne den EDI-Datenaustausch unmöglich.

Vater oder Mutter, je nach Interpretation, ist die Welthandels-Organisation der Vereinten Nationen. Sie gab ihrem Kind auch den Rufnamen EDIFACT als Abkürzung für: Electronic Data Interchange for Factory Accounting Commerce and Transportation. Der junge Spross ist jetzt bald 25 Jahre alt und hatte eine turbulente Pubertät, in dem er jeder Branche seine eigene Prägung in Form von Dialekten gab. So etwa EANCOM, EDITEC, myOpenFactory, VDA oder EDIFUR. Die Sprachgrammatik ist dabei immer gleich, nur der Wortschatz variiert. Das ist gleichzeitig auch so faszinierend an EDI: Überall auf der Welt ist die elektronische Geschäftssprache bereits vorhanden.

Diese Begeisterung und tägliche Freude teilen mittlerweile auch Vater und Mutter. Der Namenstag ist jährlich auf den 12. November festgelegt und sollte nur noch auf der UN-Hauptversammlung bestätigt werden, was bei den weiteren aktuellen Themen auf der UN-Agenda noch ein wenig dauern könnte. Bis dahin bin ich auf jeden Fall der erste UN-EDI-Botschafter....!

Jan Westerbarkey