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elektro Automation 9/2006, Seite38, Stefan Ziegler, Chefredakteur elektro Automation
Statement des VDMA zu myOpenFactory in der Investitionsgüterindustrie
Schnelle und sichere Beschaffungsprozesse
Zu den sogenannten Kooperationspartnern von myOpenFactory gehört auch der VDMA als Vertreter der Branchen Maschinen- und Anlagenbau. Volker Schnittler vom Fachbereich Informatik erläutert im Interview mit der eA-Redaktion denn auch die Bedeutung, Ziele und Umsetzung der Initiative aus dem Blickwinkel der Investitionsgüterindustrie.
Schnittler: Die Situation in unserer Branche ist u.a. dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigungstiefe stark abnimmt und sich unsere Unternehmen zunehmend auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Das hat automatisch zur Folge, dass die Beschaffungsnetze zunehmend größer und komplexer werden. Gleichzeitig soll die industrielle Wertschöpfung durch unsere Unternehmen immer schneller erfolgen. In diesem Spannungsfeld ist es wichtig, dass moderne Technologie dazu benutzt wird, die Prozesse innerhalb der Beschaffungsnetze schneller und sicherer zu machen.
eA: Was ist genau unter der Zielsetzung „Quasi-Standard" zu verstehen?
Schnittler: Niemand macht sich heute mehr große Gedanken über die Tatsache, dass Geschäftskorrespondenz in Form von Dateien auf Basis von Microsoft-Office oder Adobe Acrobat problemlos zwischen den Prozessbeteiligten ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich hier ja nicht um genormte Formate sondern um „Quasi-Standards", welche sich am Markt durchgesetzt haben. Einen derartig problemlosen Austausch von Auftragsdaten wünschen wir uns mit myOpenFactory auch für unsere Industrie.
eA: Welches sind die aus Ihrer Sicht wichtigsten Ziele des Projekts bzw. die größten Praxisvorteile?
Schnittler: Entgegen der ständig wiederholten Auffassung von Analysten entspricht es nicht der Wahrheit, dass sich die Anzahl der im Markt präsenten ERP-Lösungen konsolidiert, nur weil ein paar Anbieter ihre Produkte an andere verkaufen. Das ist auch gut und richtig so, weil wir in Deutschland ein großes und gutes Angebot an solcher Software haben, die teilweise sehr spezifisch auf die Anforderungen der Anwender Bezug nimmt. Das erfordert jedoch auf der anderen Seite technische Lösungen, die es ermöglichen, dass diese unterschiedlichen Systeme ihre Daten problemlos miteinander austauschen können. Genau hier setzt myOpenFactory an. Durch das Vermeiden von Medienbrüchen und den Datentransfer in Echtzeit werden die beiden Kernziele erreicht - höhere Sicherheit und Beschleunigung der Geschäftsprozesse.
eA: Wie ist hier der genaue Stand des Projekts und wie sieht die weitere Roadmap aus?
Schnittler: Als Kooperationspartner dieses Projekts waren wir einerseits darum bemüht, dass eine praxisnahe Lösung geschaffen wurde. Auf der anderen Seite haben wir mit mehreren Veranstaltungen und Publikationen dieses Thema in unserer Industrie bekannt gemacht. Nun geht es aus unserer Sicht darum, viele Teilnehmer für my0penFactory zu gewinnen. Da sind einerseits die verschiedenen Anbieter der ERP-Lösungen:
DER EXPERTE
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